Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U18/U23
Am ersten Juli-Wochenende (02. bis 04.07.2026) fanden in Bochum-Wattenscheid die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U18/U23 statt. Die besten Leichtathletinnen und Leichtathleten Deutschlands kämpfen um die begehrten Meistertitel, diverse Bundes-Kadernormen sowie um die limitierten Plätze für die anstehende Europameisterschaft.
Auch in diesem Jahr konnte sich der SV Heinrichsort/Rödlitz einen der begehrten Starterplätze sichern.So reisten Lotta Heinlein gemeinsam mit ihrem Vater sowie Trainer Willy Wendler ins Ruhrgebiet zu einem neuen Wettkampf-Highlight. Lotta setzte sich selbst als Ziel in ihren beiden Disziplinen (Kugelstoß & Diskuswurf) den Endkampf der besten acht Starterinnen und damit einen Platz bei der Siegerehrung zu erkämpfen.
Dieses Ziel schien Vater und Trainer zwar sehr ambitioniert, da Lotta nun erstmals gegen die Sportlerinnen antreten muss, welche bereits ein Jahr älter sind, doch ein solch hoher Ehrgeiz kann auch motivieren. Einen weiteren Effekt hat natürlich auch das Umfeld. Ein Wettkampf unter dieser tollen Kulisse ist für viele Leichtathleten ein Traum und kann gleichzeitig auch nervös machen und mentalen Druck aufbauen.
Gleich am freitagmorgen ging es vom Hotel ins Stadion. Der Diskuswurf der WU18 eröffnete das Event und es wurde gleich richtig spannend.... Lotta konnte in ihren drei Würfen eine solide Leistung von knapp 40 Metern abrufen. Dabei reichte es mit Platz 12 (von 25) leider nicht für den Endkampf und drei weitere Versuche. Die dafür notwendigen 42 Meter, welche sie in der Vergangenheit bereits geworfen hatte, wären durchaus im Rahmen des Möglichen gewesen. Die Siegerin aus Darmstadt gewann souverän mit einer Weite von über 50 Metern.
Am Samstag startete der zweite Wettkampftag mit dem Kugelstoß um 10 Uhr. Laut den Meldeleistungen hatte Lotta hier eher das Nachsehen. Viele ältere Athletinnen hatten bessere Qualifikationsleistungen erzielt und schienen als die sicheren Favoriten. Doch auch hier wurde es spannend, denn einige Top-Kandidatinnen zeigten Nerven und konnten ihre Fähigkeiten nicht im entscheidenden Moment abrufen. Dabei flossen viele Tränen. Lotta hingegen präsentierte sich auch hier mit einer (für sich selbst) stabilen Leistung. Die Kugel flog 13,55 m weit und damit stand Rang 10. Über diese Platzierung freuten wir uns im Anschluss sehr, denn es wurde allen mehr als ersichtlich, dass der Kopf bei einem Event solcher Größe immer ein Wort mitzureden hat.
Auch die vielen Kameras und die live-Begleitung durch den Stadionsprecher förderten die Nervosität. Mit der notwendigen Ruhe und Abgeklärtheit hat dies unsere Lotta aber hervorragend gemeistert. Glückwünsche gehen an unsere Nachbarn, den LV90 Erzgebirge, die sich den Titel im Kugelstoß sicherten.
Die Abteilung Leichtathletik gratuliert Lotta zu ihren hervorragenden Erfolgen und zum Erreichen der NK2-Norm (Nationalkader 2 / "erweiterer Bundeskader") im Diskuswurf! Wir sind stolz auf dich! [WW]
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